Das Wirtschaftsbuch von Tegernsee
Im Kloster Tegernsee in Oberbayern gibt es aus der Zeit um 1500 ein Wirtschaftsbuch der Benediktiner. Darin steht, welche Speisen und welche Mengen der Küchenmeister übers Jahr für den Konvent bereitstellen sollte. Die Mengen sind auf vierzig Personen berechnet, wohl die Größe des Konvents.
Der Alltag darin wirkt schlicht: Kraut, Rüben, Erbsen, Brot und Brei, Milch, Eier und Fisch. An den Fasttagen konnten allerdings auch ganz andere, teure Dinge auf den Tisch kommen.
Im selben Buch steht ein Gericht namens Rutschhart, aus Gerste und Erbsenbrühe. Das gilt als die erste Nennung des Namens, den wir heute als Ritschert kennen.