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Schwester AgnesWissen aus dem Kloster

Klosterwissen

Was in alten Büchern steht und in der Küche noch nachwirkt.

Das Wirtschaftsbuch von Tegernsee

Im Kloster Tegernsee in Oberbayern gibt es aus der Zeit um 1500 ein Wirtschaftsbuch der Benediktiner. Darin steht, welche Speisen und welche Mengen der Küchenmeister übers Jahr für den Konvent bereitstellen sollte. Die Mengen sind auf vierzig Personen berechnet, wohl die Größe des Konvents.

Der Alltag darin wirkt schlicht: Kraut, Rüben, Erbsen, Brot und Brei, Milch, Eier und Fisch. An den Fasttagen konnten allerdings auch ganz andere, teure Dinge auf den Tisch kommen.

Im selben Buch steht ein Gericht namens Rutschhart, aus Gerste und Erbsenbrühe. Das gilt als die erste Nennung des Namens, den wir heute als Ritschert kennen.

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Was übrig blieb, ging an die Pforte

Was am Ende trotzdem übrig blieb, konnte an die Klosterpforte gehen. Dass Klöster an ihrer Pforte Arme und Bettler gespeist haben, ist gut belegt, auch im süddeutschen und österreichischen Raum.

Oft hieß das Bettelsuppe. Was drin war, wechselte nach Ort und Küche: Brot, Wasser oder Brühe und das, was man entbehren konnte. Auch arme Studenten, etwa in Wien, kannten solche Freitische.

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